MAXIMA: FITNESS 2.0

FITNESS 2.0 ist die erste Arbeit des kollektiven Netzwerks MAXIMA:. In FITNESS 2.0 entwerfen sie ein utopisches Fitnessstudio, in dem 15 Pflanzen, 10 Maschinen und 3 Menschen gleichberechtigt trainieren. Zu einem Musikmix aus Popmusik der 90er und 00er Jahre sowie experimenteller elektronischer Musik von Julian Grönefeld suchen die Akteur*innen nach neuen, individuellen, spielerischen, tänzerischen und technischen Trainingszielen und Bewegungen. Auch der Bühnenraum von Marei Dierßen greift Elemente des Fitnessstudios auf und erweitert sie mit Objekten aus dem Gewächshaus und einer Wellnessoase.

Statt der Reproduktion binärer Geschlechterbilder und eines schlanken, muskulösen Körperbildes werden neue Bilder und Erzählungen kreiert. Das Training dient dabei nicht einem Fortschrittsgedanken, sondern verfolgt mit Donna Haraway im Hinterkopf ein sich „auf eigensinnige Weise verwandt [...] machen“. Die Ablehnung von diskriminierendem Verhalten in Fitnessstudios wird ebenso verhandelt wie die spezifischen Regeln, Wertesysteme und Machtstrukturen, die ein Fitnessstudio definieren. Vor allem die Parität von menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen auf der Bühne fordert diese Machtstrukturen heraus.

FITNESS 2.0 is the first work by the collective network MAXIMA:. In FITNESS 2.0, they design a utopian fitness studio in which 15 plants, 10 machines and 3 people train on an equal footing. To a mix of pop music from the 90s and 00s and experimental electronic music by Julian Grönefeld, the performers search for new, individual, playful, dance and technical training goals and movements. Marei Dierßen's stage design also takes up elements of the fitness studio and expands them with objects from the greenhouse and a wellness oasis.

Instead of reproducing binary gender images and a slim, muscular body image, new images and narratives are created. The training does not serve the idea of improvement, but rather, with Donna Haraway in mind, aims to “make oneself related [...] in a stubborn way”. The rejection of discriminatory behaviour in fitness studios is negotiated, as are the specific rules, value systems and power structures that define a fitness studio. Above all, the parity of human and non-human actors on stage challenges these power structures.

MAXIMA
Performer*innen: Marlene Helling, Kat Heß, Ania Pachura
Dramaturgie: Laura Zielinski
Bühne: Marei Dierßen
Kostüm: Meike Kurella
Sound und Komposition: Julian Grönefeld
Technische Leitung: Hannah Brown
Produktion: Marlene Helling

 

30.07.21 Premiere | Quartiershalle Bochum
31.07.|01.08.21

12.09.21 | Zeitzeug_Festival Bochum, Quartiershalle Bochum

23.07.22 | 10 Jahre Szenische Forschung Jubiläum, Rottstr-5Kunsthallen Bochum

26.08.22 | LAB Frankfurt

 

Gefördert durch: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Stadt Bochum, AStA der Ruhr-Universität Bochum, Gesellschaft der Freunde der Ruhr-Universität, den Masterstudiengang Szenische Forschung am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität und der Hessischen Theaterakademie

Fotos © Emelyn Yábar, Marei Dierßen, Tania Gentidou